Bagdad unter Beschuss – Eine Rakete hat die US-Botschaft in der irakischen Hauptstadt getroffen. Der Vorfall ereignete sich im Regierungsviertel der Stadt, der sogenannten „Grünen Zone“, wo sich diplomatische Vertretungen und Regierungsbehörden befinden.
Laut Sicherheitskreisen flog die Rakete über ein befestigtes Gelände und schlug auf dem Gelände des amerikanischen Botschaftskomplexes ein. Sie traf den Hubschrauberlandeplatz innerhalb der Botschaft. Nach der Explosion stieg dichter Rauch über dem Komplex auf, der in einem von Journalisten aufgenommenen Video zu sehen ist.
Die US-Botschaft gab zunächst keine offizielle Stellungnahme zu dem Vorfall ab. Zuvor hatte die diplomatische Vertretung jedoch die Terrorwarnstufe für den Irak auf Stufe vier erhöht und die Bürger vor möglichen Angriffen auf amerikanische Einrichtungen und Mitarbeiter gewarnt.
Die Grüne Zone Bagdads gilt als eines der am stärksten bewachten Gebiete des Landes. Hier befinden sich Regierungsgebäude, internationale Vertretungen und wichtige diplomatische Komplexe. Das Gebiet war jedoch wiederholt Ziel von Raketenangriffen und Drohnenattacken, die Gruppen mit Verbindungen zum Iran zugeschrieben werden.
In letzter Zeit haben solche Gruppen ihre Angriffe auf Militärstützpunkte und Einrichtungen, in denen amerikanische und Koalitionstruppen stationiert sind, verstärkt. Am Vortag wurde ein französischer Soldat, der im Rahmen der internationalen Koalition diente, bei einem Drohnenangriff im Nordirak getötet.
Die Ereignisse in Bagdad ereignen sich inmitten zunehmender Spannungen im Nahen Osten. Experten warnen, dass weitere Angriffe auf diplomatische und militärische Ziele zu einer neuen Eskalationsrunde in der Region führen könnten.
Wir berichteten bereits: Die Regierung bereitet einen Plan zur Wiederaufnahme des Flugverkehrs vor: Wann können ukrainische Flughäfen wieder öffnen?
